303-Mariengymnasium Essen Slider

MARIENGYMNASIUM ESSEN

Wettbewerb 1.Preis

Die Talsituation des Grundstücks bietet mit seiner Vegetation einen qualitätsvollen Rahmen, in dem sich die neue Marienschule Essen-Werden neben der Basilika St. Ludgerus und der Folkwangschule als ein weiterer kraftvoller Solitär einfügt. Der schlichte Gebäudekubus liegt parallel zum Hang, wodurch sich die Brückstraße zur Basilika hin öffnet. Über den Blickbezug wird die städtebauliche Dominanz von St. Ludgerus gewahrt.

Die Großform gliedert sich in plastisch und programmatisch definierte Formelemente. Durch deren Zusammenspiel tritt die inhaltliche Konzeption der Schule in einen signifikanten Bezug zum Ort. Vom Porthofplatz aus betritt man das Gebäude über eine massive Sockelplattform, die als Terrasse dem Kellerwald vorgelagert ist, um zwischen den verschiedenen Ebenen zu vermitteln. Die dadurch geklärten Höhenbezüge entwickeln ein differenziertes Außenraumangebot mit Plätzen, Höfen und Wegen, das die Schule mit dem Quartier vernetzt. Über den Sockel wurden zwei Solitärformen gestellt. Diese verkörpern die inhaltliche Zielsetzung dieser Schule und versinnbildlichen ihre besondere Identität; für die Vermittlung des Glaubens steht der Raum der Stille, für die Vermittlung der Kultur der Bibliotheksbaukörper.

Über dem transparenten Erdgeschoss setzt sich ein ringförmiger Baukörper ab. Es entsteht ein Hof, ein geschützter Außenbereich. Das Zugangs- und Wegesystem der Schule ermöglicht auch außerhalb der Unterrichtszeiten Hof und Terrasse in das Umfeld einzuflechten und die Schule als Teil dessen erleben zu können.

Projektdaten

Bauherr Bistum Essen
Leistungsumfang Generalplanung & Projektmanagement LPH 1-9 HOAI
Projektdaten NGF 10.625 m²
BGF 12.020 m²
BRI 48.900 m³
Wettbewerb 1.Preis 2003
Planungsbeginn 07/2003
Baubeginn 10/2004
Fertigstellung 07/2006
Auszeichnungen Schulbaupreis des Landes NRW 2008
Architekturpreis der Stadt Essen 2010
Anerkennung BDA Preis Essen 2010
Architekturfotografie Christian Richters