Willy-Brandt-Schule, Warschau
Das Leitmotiv des Entwurfes ist ein „hortus conclusus „.
Innerhalb des neuen städtischen Umfeldes bildet die deutsche Schule einen introvertierten Ort mit facettenreichen Innen- und Außenräumen. Sie formuliert das vielschichtige Angebot des Zusammenlebens und gemeinsamen Lernens und bringt es in eine signifikante, dem Leitmotiv entsprechende Form.
Drei verschiedene Gebäudevolumen treten in ein plastisches Zusammenspiel, das in Maßstab und Dimension mit dem Kontext in Beziehung tritt. Entlang der Erschließungsstraße definieren zwei versetzt angeordnete längliche Kuben ein Vorn und ein Hinten. Sie tragen einen schwebenden Gebäudering, der einerseits die atriumartige Mitte der Anlage bildet und andererseits in seiner Durchlässigkeit auf der Geländeebene alle Bereiche durch überdeckte Pausenflächen miteinander verbindet.
Man betritt das allseitig umfriedete Gelände von Westen her. Ein großzügiger Vorfahrtbereich empfängt die Schüler an der Erschließungsstraße und leitet sie unmittelbar in das Atrium. Von hier läuft man zwischen den sockelartigen Kuben auf die Aula zu. Der rechte Kubus nimmt den Sportbereich auf, die linke den Bereich für der jüngeren Schüler. Dieser vereint in der Nachbarschaft ähnlicher Einrichtungen die Grundschule und den Kindergarten in einem Volumen, ist jedoch als zweiter Bauabschnitt realisierbar. Der südlich gelegene Kubus ist die Dreifachturnhalle auf deren Dachebene, durch eine diaphane Gitterstruktur gefasst, sich der Tartanplatz befindet. Ein ringförmiger Baukörper definiert als Herzstück die Anlage. Der Bereich für die Sekundarstufen umschließt eine Raum mit den Sonderflächen für die Veranstaltungen, die „Agora“.








