Gebetsraum & Gedenkstätte Flughafen Düsseldorf
Der geschaffene Raum soll ein Ort der Stille, der Meditation und des Gedenkens sein. Innerhalb der extremen Betriebsamkeit des Flughafens ist dies neben einer konfessionsübergreifenden Gebets- und Meditationsstätte der Ort, an dem der Opfer der Brandkatastrophe vom 11. April 1996 in angemessener Form gedacht werden soll.
Durch eine gläserne Schleuse gelangt man in einen sich schrittweise weitenden Vorraum, welcher auf der rechten Seite durch abgestaffelte Basaltscheiben gefasst wird. Eine Helle, Wandpaneele leiten den Besucher von dort in einer spiralförmigen Bewegung weiter in das Innere. Der Mediationsraum ist ein ellipsoider Lamellenkörper, plastisch massiv und filigran zugleich. Der Besucher nimmt ihn als eine Abfolge vertikaler Raumscheiben wahr, welche außen die Ellipsenform aufnehmen und innen ein ausgeschnittenes Raumprofil zeigen. Die Mittelachse des Raumes ist durch eine Unterbrechung der Wandlamellenstruktur in der Decke lesbar und verdeutlicht die Ostausrichtung der Ellipsenform. Diese Ostung, die in vielen Religionen von Bedeutung ist, gibt dem Gläubigen Orientierung und Halt und wahrt dennoch die gebotene Überkonfessionalität. Eine auf einem Postament stehende leere Schale in einem in die Bodenfläche eingelassenen Wasserspiegel dient dem Meditierenden als Fokuspunkt. Er soll die Projektion eigener Bilder ermöglichen und so über den Ort selbst hinausweisen. Nach Augenblicken der Einkehr verlässt der Besucher das Innere der Stätte auf dem gleichen Wege, entdeckt nun aber durch einen anderen Blickwinkel auf die eingangs passierten Basaltscheiben deren Inschriften, die das Ereignis vom 11. April 1996 und seine Opfer nennen.









