Grabeskirche St. Josef, Aachen
Seit 1894 ist der neugotische Kirchenbau religiöser Mittelpunkt für viele Menschen im Ost-viertel Aachens und bildet einen markanten Blickpunkt in der Silhouette der Stadt. Im Jahre 2005 schlossen sich die beiden Gemeinden St. Josef und Fronleichnam zusammen und gaben der Kirche die neue Bestimmung als Urnenbeisetzungsstätte. Am 1. November 2006 wurde die ehemalige Pfarrkirche St. Josef als Grabeskirche neu eröffnet. St. Josef zeichnet sich als neogotischer Sakralbau durch ungewöhnlich harmonische Raumproportionen sowie eine bis ins Detail sehr hochwertige bauliche Umsetzung aus. Die sehr ausdrucksstarken Fenster von Prof. Ludwig Schaffrath prägen den Raum und entsprechen in ihrer kontemplativen, nichtfigürlichen Konzeption in besonderer Weise der neuen Nutzung. Diese basiert auf drei wesentlichen Elementen:
- Den Grabstelen in den Achsen der Seitenschiffe, welche die Urnen aufnehmen,
- einem Wasserlauf in der Wegeachse des Mittelschiffes und
- einer schifssartigen Skulptur im Gewölbe des Mittelschiffes
Alle drei Elemente sind Hinzufügungen, die die bestehende Gebäudesubstanz im Wesentlichen unverändert lassen.
Diese erste Grabeskirche ihrer Art versucht der Urnenbestattung eine genuine Form zu geben, die ein kulturell ebenbürtiges Pendant zur klassischen Erdbestattung bildet.
Projektdaten
| Bauherr | Katholische Kirchengemeinden St. Josef und Fronleichnam | |
|---|---|---|
| Leistungsumfang | Generalplanung & Projektmanagement LPH 1-9 HOAI | |
| Projektdaten | NGF | 4.100 m² |
| BGF | 4.800 m² | |
| BRI | 15.100 m³ | |
| Wettbewerb 1.Preis | 2004 | |
| Planungsbeginn | 07/2005 | |
| Baubeginn | 05/2006 | |
| Fertigstellung | 10/2006 | |
| Auszeichnungen | BDA-Preis NRW 2007 | |
| BDA-Preis Aachen 2007 | ||














