336-Grabeskirche St. Josef, Aachen

Grabeskirche St. Josef, Aachen

Seit 1894 ist der neugotische Kirchenbau religiöser Mittelpunkt für viele Menschen im Ost-viertel Aachens und bildet einen markanten Blickpunkt in der Silhouette der Stadt. Im Jahre 2005 schlossen sich die beiden Gemeinden St. Josef und Fronleichnam zusammen und gaben der Kirche die neue Bestimmung als Urnenbeisetzungsstätte. Am 1. November 2006 wurde die ehemalige Pfarrkirche St. Josef als Grabeskirche neu eröffnet. St. Josef zeichnet sich als neogotischer Sakralbau durch ungewöhnlich harmonische Raumproportionen sowie eine bis ins Detail sehr hochwertige bauliche Umsetzung aus. Die sehr ausdrucksstarken Fenster von Prof. Ludwig Schaffrath prägen den Raum und entsprechen in ihrer kontemplativen, nichtfigürlichen Konzeption in besonderer Weise der neuen Nutzung. Diese basiert auf drei wesentlichen Elementen:

  • Den Grabstelen in den Achsen der Seitenschiffe, welche die Urnen aufnehmen,
  • einem Wasserlauf in der Wegeachse des Mittelschiffes und
  • einer schifssartigen Skulptur im Gewölbe des Mittelschiffes

Alle drei Elemente sind Hinzufügungen, die die bestehende Gebäudesubstanz im Wesentlichen unverändert lassen.

Diese erste Grabeskirche ihrer Art versucht der Urnenbestattung eine genuine Form zu geben, die ein kulturell ebenbürtiges Pendant zur klassischen Erdbestattung bildet.

Projektdaten

Bauherr Katholische Kirchengemeinden St. Josef und Fronleichnam
Leistungsumfang Generalplanung & Projektmanagement LPH 1-9 HOAI
Projektdaten NGF 4.100 m²
BGF 4.800 m²
BRI 15.100 m³
Wettbewerb 1.Preis 2004
Planungsbeginn 07/2005
Baubeginn 05/2006
Fertigstellung 10/2006
Auszeichnungen BDA-Preis NRW 2007
BDA-Preis Aachen 2007